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Das Vorhaben "Automatisierte Liegenschaftskarte" - kurz:
ALK - startete bereits 1977. Es wurde durch den Bundesforschungsminister
ca. 5 bis 6 Jahre gefördert und von den Landesvermessungsämtern Nordrhein-Westfalen
und Niedersachsen federführend in der Programmentwicklung betreut.
- Ziel der ALK ist die Führung
eines Informationssystemes über alle Grundrissinformationen
auf der Erdoberfläche
- Basis des Dateninhaltes
der ALK bildet die Liegenschaftskarte (Flurkarte)
Als Folge einer vermehrten
Nachfrage nach digitalen Planungsgrundlagen durch Versorgungsunternehmen,
Zweckverbände und Gemeinden hat sich das Land Nordrhein-Westfalen das
Ziel gesetzt, bis zum Jahre 2005 die ALK flächendeckend für ganz Nordrhein-Westfalen
bereitzustellen.
- Die digitalen Daten werden in
einer genau festgelegten, durch die ALK - Datenbank vorgegebenen
Datenstruktur erfasst und dauerhaft in einem bundeseinheitlichen
Format gespeichert. Als Hilfsmittel hierfür dient das Programmsystem
ALK - GIAP (Automatisierte Liegenschaftskarte - Graphisch Interaktiver
Arbeitsplatz).
Vorteile der ALK gegenüber
der analogen Flurkarte:
- Blattschnittfreies Kartenwerk
(keine Rahmen- oder Inselkarten)
- Maßstabsunabhängig
, d.h. keine Maßstabssprünge
von einer Flurkarte zur Nachbarkarte
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Der Karteninhalt kann vom Anwender
individuell gestaltet werden. Hierfür werden sogenannte "Anwenderschalen"
erstellt (z.B. Kanalkataster, Bebauungsplan, Stadtgrundkarte)
- Eine Verknüpfung mit eigenen
Sachdateien, wie z. B. Kunden-Stammdaten (Namen, Anschriften, Funktionen
etc.) ist möglich
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Aufbau
der Datenstruktur:
Die einzelnen aus der Flurkarte digitalisierten Elemente (Punkte und Linien)
werden zu sogenannten Objektteilen zusammengefasst und benannt (z.B.
Flurstücksgrenze, Gebäudelinie, Hausnummer etc.). Diese Objektteile werden zu
Objekten gebunden, mit einem Namen versehen und in einer genau definierten
Struktur in die Datenbank eingetragen. Dadurch ist der bundeseinheitliche
Zugriff auf die Daten der ALK gewährleistet.
Die unterschiedlichen Inhalte der Flurkarte, wie z.B. Flurstücke, Gebäude,
politische Grenzen oder Topographie, werden in sogenannten "Folien"
abgelegt, die eine Trennung der Informationen ermöglichen. Auch spezielle
Anwendungen individueller Nutzer werden in dafür vorgesehene Folien in ALK-Datenstruktur eingeordnet.
Die Speicherung der ALK -Daten wird in Zukunft auf sogenannten dezentralen
Datenbanken möglich sein. Dies hat zur Folge, das
die aktuellen ALK - Informationen, einschließlich der Anwenderdaten, durch die
Nutzer (z.B. Vermessungsbüros, Gemeinden, Versorgungsunternehmen) direkt vor
Ort vorgehalten werden können.
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